Weltwassertag 2024: Begrünungen zum Wasserschutz

Wasserschutz und Bodenschutz gehen Hand in Hand: Anlässlich des Weltwassertages 2024 am 22. März zogen die steirischen Wasserschutzbauern und die Wasserverbände Grazerfeld Südost und Umland Graz Bilanz. Als Vorreiter beim Grundwasser- und Bodenschutz sowie beim Humusaufbau haben alle Beteiligten in den sechs Wasserschutzgemeinden in Graz-Umgebung bereits viel erreicht.

Die Praxis beweist: Begrünungen sind ein Multitalent
Sie verhindern die Nitratauswaschung im Grundwasser, schützen den Boden vor Erosionen bei Starkregen sowie die Pflanzen bei Trockenheit und fördern obendrauf die Vermehrung von wertvollem Humus. Sechs ausgezeichnete Wasserschutzgemeinden haben mit den 60 Wasserschutzbauern sowie den Wasserverbänden Grazerfeld Südost und Umland Graz in der Region viel erreicht: „Die jährlich auf bereits 300 Hektar angebauten Begrünungen der 60 Wasserschutzbauern in den Gemeinden Feldkirchen, Gössendorf, Premstätten, Fernitz-Mellach, Lieboch und Kalsdorf haben einen sehr positiven Effekt auf den Grundwasserschutz, Bodenschutz und auf den Humusaufbau“, berichtet Markus Hillebrand, Obmann der steirischen Wasserschutzbauern.

Begrünung mit vielfältigen Vorteilen
Versuche der Landwirtschaftskammer zeigen, dass durch Begrünungen der Wasserschutzbauern der Reststickstoff im Boden bis zu unglaublichen 61 Prozent reduziert wird. Ähnlich erfolgreich wirkt sich der Begrünungsaufbau auch auf die Erosionsgefahr aus: Bei Starkregen wird das Wasser auf den Feldern gehalten. So wird verhindert, dass wertvolle Erde auf die Straßen geschwemmt und dann kostspielig wieder beseitigt werden muss. Durch die angelegten Begrünungen bilden sich zudem pro Hektar und Jahr 860 Kilo Humus zusätzlich.

Zusammenarbeit mit den Wasserverbänden Grazerfeld Südost und Umland Graz
Sämtliche Aktivitäten erfolgen in enger Abstimmung mit den Wasserverbänden Grazerfeld Südost und Umland Graz. Denn Bodenschutz und Wasserschutz gehen Hand in Hand und sorgen für gemeinsam eine sichere und reibungslose Versorgung mit Trinkwasser, wie auch Dietmar Luttenberger, Geschäftsführer der beiden Wasserverbände, bestätigt: „Der Wasserschutz ist für uns ein wesentliches Grundelement. Jeder Hektar Begrünung baut Humus auf, vermindert Erosion und leistet so einen Beitrag für die sichere Trinkwasserversorgung von 24.000 Steirerinnen und Steirern.“

Positives Feedback von allen Seiten
Landwirtschaftskammer-Vizepräsidentin Maria Pein
sagt zu dem gelungenen Projekt: „Die Anlage von vielfältigen Begrünungen freut nicht nur unser Auge, sondern fördert die Biodiversität, das Bodenleben und die Bodenfruchtbarkeit.“ Auch Agrar-Landesrätin Simone Schmiedtbauer zeigt sich begeistert: „Unser Grundwasser und unsere fruchtbaren Böden sind ein unverzichtbarer Teil unseres steirischen Naturschatzes. Bodenerosion zu bekämpfen, das Grundwasser rein zu halten und damit unsere Landwirtschaft für die kommenden Generationen zu erhalten, das ist unser Auftrag, am Weltwassertag und darüber hinaus. Die Wasserschutzbauern mit ihren zahlreichen Partnergemeinden sind dabei unerlässliche Partner. Ich bin stolz auf dieses steirische Pilotprojekt!“

Die erfolgreiche Zusammenarbeit der steirischen Wasserschutzbauern mit den Wasserverbänden Grazerfeld Südost und Umland Graz zeigt in der Praxis auf, wie viel mit einer Kooperation zwischen Landwirtschaft und Wasserversorgern erreicht werden kann.

Wir freuen uns auf viele weitere gemeinsame Erfolgserlebnisse!