Wasserverband Umland Graz feiert 50-jähriges Bestehen

Seit 50 Jahren steht der Wasserverband Umland Graz für eine sichere, verlässliche und vorausschauende Wasserversorgung über Gemeinde- und Verbandsgrenzen hinweg. Bei der Jubiläumsfeier am 24. September 2026 blickte der Verband gemeinsam mit seinen Gästen auf wichtige Meilensteine zurück und zugleich auf die Herausforderungen der Wasserversorgung von morgen.

Im Jahr 1976 wurde mit der offiziellen Anerkennung der Satzung der Grundstein für den Wasserverband Umland Graz gelegt. Aus der gemeinsamen Idee, die Wasserversorgung im Umland von Graz langfristig abzusichern, entwickelte sich in fünf Jahrzehnten ein leistungsfähiges und überregional vernetztes Versorgungssystem.

50 Jahre, in denen Brunnenanlagen, Hochbehälter, Pumpwerke, Transportleitungen und Übergabestellen errichtet und laufend weiterentwickelt wurden. Gleichzeitig gewannen der Schutz der Grundwasserressourcen, die Notfallvorsorge sowie die Zusammenarbeit mit anderen Wasserversorgern immer stärker an Bedeutung.

Diesen besonderen Anlass feierte der Wasserverband am 24. September 2026 in Feldkirchen bei Graz gemeinsam mit aktuellen und ehemaligen Funktionären und Mitarbeitern, Vertretern der Mitglieder, Partnern, Wegbegleitern und zahlreichen Ehrengästen.

50 Jahre für mehr Versorgungssicherheit

Zu den prägenden Projekten der Verbandsgeschichte zählen der kontinuierliche Ausbau des Brunnenfeldes Kalsdorf sowie die beiden Hochbehälter Seiersberg und Dobl mit jeweils 5.000 Kubikmetern Speichervolumen. Auch die überregionale Vernetzung wurde früh zu einem wichtigen Bestandteil der Versorgungssicherheit.

Mit den Beteiligungen an den Wasserverbänden der Transportleitung Oststeiermark, Weststeiermark und Steiermark Süd sowie der Plabutschleitung wurden Voraussetzungen geschaffen, um Wasser bei Bedarf über Gemeinde- und Regionsgrenzen hinweg verfügbar zu machen.

Parallel dazu investiert der Wasserverband seit Jahrzehnten in den Schutz seiner Grundwasserressourcen. Ein engmaschiges Monitoring, der Ankauf von Flächen in Schutzgebieten und die enge Zusammenarbeit mit Landwirtschaft, Behörden und Grundeigentümern tragen dazu bei, die hohe Qualität des Grundwassers langfristig zu sichern.

Die Menschen hinter dem Wasserverband

Bei der Jubiläumsfeier wurde auch deutlich, dass moderne Technik und leistungsfähige Infrastruktur allein keine sichere Wasserversorgung garantieren.

„Ohne den Menschen und dem Team, das hinter dem Wasserverband Umland Graz steht, wäre die sichere Wasserversorgung nicht möglich.“

Ein besonderer Dank galt daher den aktuellen und ehemaligen Funktionären sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die den Verband über viele Jahre geprägt und weiterentwickelt haben. Seit Jahrzehnten werden dabei auch personelle Ressourcen gemeinsam mit dem Wasserverband Grazerfeld Südost genutzt – eine Zusammenarbeit, die sich bis heute bewährt und schlanke, wirtschaftliche Strukturen ermöglicht.

Meilensteine und Visionen für die Zukunft

Der Blick richtet sich zugleich auf die kommenden Jahrzehnte. Klimawandel, Bevölkerungswachstum, längere Trockenperioden und steigende Anforderungen an kritische Infrastruktur machen eine vorausschauende Planung wichtiger denn je.

Mit der geplanten Erweiterung des Brunnenfeldes Kalsdorf, dem Engagement im Wassernetzwerk Steiermark 2050 und der weiteren überregionalen Vernetzung werden bereits heute wichtige Weichen gestellt. Die seit 2010 bestehende Transportleitung Oststeiermark zeigt, welchen Beitrag regionale Verbindungen zur Versorgungssicherheit leisten können. Mit den Transportleitungen Weststeiermark und Steiermark Süd soll dieses Prinzip künftig weitergeführt werden.

Auch Digitalisierung, erneuerbare Energie, Blackoutvorsorge, Cybersicherheit sowie moderne Steuerungs- und Überwachungssysteme werden in Zukunft eine noch größere Rolle spielen.

Für Obmann Anton Weber und Geschäftsführer Ing. Dietmar Luttenberger bleibt der Auftrag auch nach 50 Jahren klar: Wasserressourcen schützen, Infrastruktur vorausschauend weiterentwickeln und gemeinsam mit starken Partnern dafür sorgen, dass hochwertiges Trinkwasser auch für kommende Generationen zuverlässig verfügbar bleibt.

Wasser für die Menschen und die nächsten Generationen.

 

Fotos: Simon Fortmüller

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