Transportleitung Steiermark Süd

Mit der Gründung des Wasserverbandes Transportleitung Steiermark Süd wurde im Juli 2026 ein wichtiger Schritt für die langfristige Absicherung der Wasserversorgung im Süden der Steiermark gesetzt. Der Wasserverband Umland Graz übernimmt dabei gemeinsam mit der Holding Graz eine wesentliche Rolle bei der Bereitstellung der benötigten Wasserressourcen.

Eine sichere Trinkwasserversorgung ist das Ergebnis langfristiger Planung, laufender Investitionen und einer engen Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und Wasserversorgern. Gerade längere Trockenperioden, steigende Verbrauchsmengen oder vorübergehende Qualitätsprobleme zeigen, wie wichtig die überregionale Vernetzung bestehender Versorgungssysteme wird.

Gründungsmitglieder des neuen Wasserverbandes Transportleitung Steiermark Süd sind der Wasserverband Umland Graz, die Leibnitzerfeld Wasserversorgung GmbH, der Wasserverband Leibnitzerfeld-Süd und der Wasserverband Wasserversorgung Vulkanland. Gemeinsames Ziel ist es, Wasser aus gut versorgten Gebieten bei Bedarf in jene Regionen zu bringen, in denen zusätzliche Ressourcen benötigt werden.

Rund 33 Kilometer neue Transportleitung

Geplant ist eine rund 33 Kilometer lange Transportleitung von Feldkirchen bei Graz über Wildon bis südlich von Leibnitz. Die Leitung soll einen Durchmesser von 600 Millimetern erhalten und künftig bis zu 300 Liter Wasser pro Sekunde transportieren können.

Zusätzlich ist ein Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von rund 10.000 Kubikmetern vorgesehen. Das Investitionsvolumen für das Projekt beträgt etwa 43 Millionen Euro, wobei eine Förderung von 65 Prozent angestrebt wird.

Nach Abschluss der notwendigen Planungs- und Genehmigungsverfahren könnte der Bau in den kommenden Jahren beginnen. Die Inbetriebnahme ist derzeit für 2031 oder 2032 vorgesehen.

Wasserverband Umland Graz stellt Wasser bereit

Das für die Mindestabnahme notwendige Wasser wird vom Wasserverband Umland Graz und darüber hinaus über bestehende Liefervereinbarungen mit der Holding Graz bereitgestellt. Damit übernehmen beide Wasserversorger eine zentrale Rolle bei der langfristigen Absicherung der Wasserversorgung im steirischen Süden.

Gleichzeitig bleibt die gesamte Infrastruktur zu 100 Prozent in öffentlicher Hand.

Überregionale Zusammenarbeit als Zukunftsmodell

Organisatorisch orientiert sich der neue Verband am bereits bestehenden Wasserverband Transportleitung Oststeiermark. Die beteiligten Wasserversorger führen ihre Geschäfts- und Betriebsaufgaben weiterhin eigenständig in ihren jeweiligen Gebieten durch. Planung, Bau und Betrieb der überregionalen Transportleitung werden hingegen gemeinsam koordiniert.

Die Transportleitung Steiermark Süd ist damit ein weiterer wichtiger Baustein des Wassernetzwerks Steiermark 2050. Durch die Verbindung bestehender Ressourcen können Versorgungsengpässe künftig besser ausgeglichen und die Wasserversorgung im Süden der Steiermark langfristig abgesichert werden.

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